Ab dem 1. Januar 2026 müssen Eigentümer bei einer vollständigen Dachsanierung in NRW eine Solaranlage installieren. Was genau ist zu beachten? Hier die essenzielle Zusammenfassung. 

Wer ist betroffen? 

Die Solarpflicht gilt für alle Gebäudeeigentümer in NRW – egal ob Wohngebäude, Mehrfamilienhaus oder Gewerbeimmobilie. Ausnahmen: Denkmalschutz, technische Unmöglichkeit oder wirtschaftliche Unvertretbarkeit. 

Welche Anforderungen gelten? 

Sie müssen sich für eine dieser Optionen entscheiden: 

Option 1: 30% der Nettodachfläche mit Solaranlage belegen
Option 2: Mindesteistung nach Gebäudetyp: 

  • Einfamilienhaus: 3 kWp 

  • Doppel-/Reihenhaus: 3-4 kWp 

  • Mehrfamilienhaus (3-10 Einheiten): 4 kWp 

  • Größere Gebäude: nur 30%-Flächenregel möglich 

Alternativen: Solarthermie oder Fassadenanlagen akzeptiert. 

Ausnahmen – Muss ich wirklich? 

Ja – es sei denn: 

  • Das Dach schaut nur nach Norden (technisch unmöglich) 

  • Statische Probleme sind nicht lösbar 

  • Die Amortisationszeit übersteigt 25 Jahre deutlich 

  • Denkmalschutz widerspricht der Installation 

Tipp: Für Sicherheit einen förmlichen Befreiungsantrag beim Bauamt stellen. 

Kosten und Förderung 

Mit Förderung können die Kosten oft um die Hälfte sinken! 

Anlage kostet:  1.500-2.500 €/kWp (ca. 7.500-12.500 € für 5 kWp) 
KfW-Förderung:  bis zu 50% Zuschuss 
progres.nrw:  bis zu 45% für Mehrfamilienhäuser 
Stadtzuschüsse:  Köln 300 €/kWp, Düsseldorf 300 €/kWp, Bonn 100 €/kWp 
Einspeisevergütung* 8-10 Cent/kWh über 20 Jahre garantiert 

*Der Eigenverbrauch wird attraktiver! Durch die sinkende Vergütung und den Nullsteuersatz liegt der Fokus auf dem Eigenverbrauch, da dieser finanziell vorteilhafter ist.

Wichtige Schritte zur Umsetzung 

  • 1

    Prüfen der Dachneigung und Wirtschaftlichkeit (z.B. über Solarkataster)

  • 2

    Beauftragung eines Energieberaters

  • 3

    Überprüfung der Statik des Gebäudes –> muss kein Gutachten sein

  • 4

    Einholen mehrerer Angebote für PV-Anlage

  • 5

    Stellen der Förderanträge (z.B. KfW, progres.nrw, Stadt)

  • 6

    Koordination der Installation und Inbetriebnahme

Häufige Fragen 

Ja, bei Reparaturen einzelner Ziegel nicht! 

Die Anlage sollte unverzüglich in Betrieb gehen. Zu lange Verzögerungen können zu Bußgeldern führen. 

Bei amcad: Kostenlos beim ersten Termin! 

Nächste Schritte 

Planen Sie eine Dachsanierung? Kontaktieren Sie noch heute amcad Energieberatung für eine kostenlose Beratung: 

  • Dacheignungsprüfung (5 Minuten) 
  • Förderung-Check (welche Mittel stehen zur Verfügung?) 
  • Realistische Kostenplanung (mit und ohne Förderung) 

Wärmepumpen endlich klar vergleichbar

Die Portaldaten ermöglichen erstmals: 

  • klare technische Vergleiche 
  • standardisierte Effizienzbewertung 
  • realistische Betriebskostenschätzungen 

So wird die Entscheidung einfacher und transparenter. 

Höhere Planungssicherheit 

Weil Förderfähigkeit früh erkennbar ist, können Eigentümer besser planen: 

  • Bauzeiten 
  • Installationskapazitäten 
  • Materialverfügbarkeit 
  • Alternativsysteme 

Wertsteigerung von Immobilien 

Modernisierte Heizsysteme: 

  • erhöhen den Gebäudewert 
  • verbessern den Energieausweis 
  • reduzieren Betriebskosten 
  • erhöhen Vermietbarkeit 

Gerade in Nürnberg, Würzburg, Bamberg, Bonn und Königswinter sind effizient modernisierte Immobilien gefragt. 

Über den Autor

Susanne Habel

Susanne Habel, M.Eng., ist staatlich anerkannte Sachverständige für Schall- und Wärmeschutz sowie unabhängige Energieeffizienzexpertin und Energieberaterin mit KFN/QNG- und DGNB-Zertifizierung. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Bauphysik, Energieberatung und nachhaltigen Gebäudezertifizierung und begleitet Projekte sowohl in der Wohn- als auch in der Nichtwohngebäudebranche.